SIE GILT ALS DIE KÖNIGIN DER ALPENSTRAßEN: DIE ROUTE DES GRANDES ALPES ÜBERWINDET ZWISCHEN GENFER SEE UND CÔTE D’AZUR 16 HOCHALPENPÄSSE. EINE TRAUMSTRAßE FÜR EHRGEIZIGE RADSPORTLER UND AUTOWANDERER.
Die Route des Grandes Alpes gilt als die Königin der Alpenstraßen. Auf einer Länge von 680 Kilometern überwindet sie zwischen dem Genfer See und der Côte d’Azur insgesamt 16 Hochalpenpässe. Die Route geht auf den „Touring Club de France“ zurück, der bereits im Jahre 1890 zur Förderung des Radwanderns gegründet wurde. Vizepräsident Léon Auscher präsentierte 1909 seine Idee, die wesentlichen Zentren der französischen Alpen durch eine Straße zu verbinden und damit die Gebiete für Touristen zugänglich zu machen.
Jedes Jahr im Juli bekommt die Route des Grandes Alpes weltweite Aufmerksamkeit: Die Anstiege auf der Hochalpenstraße zählen zu den härtesten Abschnitten der Tour de France, zum Beispiel die Fahrt hinauf zum 2645 Meter hohen Col du Galibier (unser Bild). Dort passieren die Fahrer ein Denkmal für den Tourgründer Henri Desgrange, der den Pass vor 99 Jahren ins Programm aufnahm und damals schrieb: „Neben dem Galibier erblassen alle anderen als gewöhnlich kleine Hügel. Vor dem Galibier kann man nur den Hut ziehen.“
Die Route des Grandes Alpes steht aber auch für Entspannung und Schönheit: Sie ist wahrscheinlich der kurvigste Weg durch die Alpen zum Mittelmeer, ganz sicher der spektakulärste. Von Juni bis Mitte Oktober ist sie befahrbar, nicht nur für Radrennfahrer, sondern auch für gemütliche Autowanderer.
Text: Barbara Bollwahn, Foto: Tim de Waele
Bilfinger Berger Magazin 1/2010





