KLIMAVEGETARIER
Ein knappes Fünftel des Ausstoßes von Treibhausgasen geht laut FAO, der Weltagrarorganisation der UN, auf die Viehproduktion zurück. Allein Rinder werden weltweit 1,5 Milliarden Stück gehalten. Sie tragen auch zur Nahrungsmittelknappheit bei. Sieben bis 16 Kilogramm Getreide werden benötigt, um ein Kilogramm Fleisch zu produzieren.„Die beste Lösung wäre, wenn wir alle Vegetarier würden“, sagt Yvo de Boer, Generalsekretär der UN-Klimarahmenkonvention. So entsteht ein neuer Typ des Fleischverweigerers: der Klimavegetarier. „Ich denke, dass sein Anteil noch klein ist,” meint Thomas Schönberger, Vorsitzender des Vegetarierbundes Deutschland, „aber er wird stark wachsen.“
HEISSE ÖFEN
Energie zu sparen ist kein neues Thema: Nach dem Dreißigjährigen Krieg waren die Wälder in Deutschland dezimiert, Brennholz war wertvoll. König Friedrich I. schrieb Mitte des 18. Jahrhunderts einen Preis für den genügsamsten Ofen aus. Holzsparende „Circulir-Öfen“ kamen darauf in Mode: Sie leiteten die Wärme im Zickzack nach oben. Dass Öfen auch die Alltagsgeschichte der Menschen spiegeln können, zeigt ein Besuch im „Schwäbischen Ofenmuseum“ in Wertingen. Zu sehen sind unter anderem Öfen mit eingebauten Kaffeekesseln und Waffeleisen in Herzchenform. Am energiesparendsten ist ein virtueller Besuch: www.ofenmuseum.com
1,25 DOLLAR PRO TAG
Laut Weltbank gilt als arm, wer von weniger als 1,25 Dollar am Tag leben muss. Derzeit sind dies 1,4 Milliarden Menschen, also rund ein Fünftel der Weltbevölkerung. Insbesondere in Asien hat die Armutsbekämpfung in den letzten dreißig Jahren große Fortschritte gemacht hat. Dort ist die Anzahl der Menschen, die mit einem Einkommen von unter 1,25 Dollar pro Tag zurecht kommen müssen, von rund 80 Prozent der Bevölkerung auf 18 Prozent zurückgegangen. Alleine in China haben 600 Millionen Menschen den Sprung über die Armutsschwelle geschafft, so die Weltbank.
Bilfinger Berger Magazin 2/2008

