ENGELSGEDULD
In Los Angeles verbringen Autofahrer jährlich drei volle Tage im Stau. Dabei vergeuden sie 200 Liter Benzin, ermittelte das Verkehrsinstitut Texas. Damit liegen die Einwohner der kalifornischen Stadt erheblich über dem US-Durchschnittsbürger, der bei 38 Stunden Stau rund 100 Liter Benzin pro Jahr verschwendet. Zehn Milliarden Liter Benzin verpuffen auf diese Art ungenutzt, über vier Milliarden Arbeitsstunden gehen verloren. Verkehrsstaus kosten die US-Volkswirtschaft 78 Milliarden Dollar pro Jahr.
SAUERSTOFF-BAR
Auch in Tokio machen Staus und Smog den Menschen zu schaffen – und den Hunden. Jetzt hat dort die erste Sauerstoff-Bar exklusiv für Vierbeiner eröffnet. Für umgerechnet 13 Euro können sie dort eine halbe Stunde lang in einem speziellen Zylinder Sauerstoff tanken. Ein Frauchen zeigt sich begeistert:„Seitdem mein Hund hierher kommt, ist er froh und bellt voller Kraft.“ 2006 gab es in Japan 13,1 Millionen Hunde – mehr als Kinder unter zwölf Jahren.
EISENPFERDE
In Kopenhagen gibt es kaum Probleme mit Smog. Das liegt auch daran, dass die Einwohner jeden dritten Weg in der Stadt per Fahrrad zurücklegen. Zum Vergleich: In London sind es nur fünf Prozent. Rad gefahren wird in Kopenhagen bei jedem Wetter.Wenn es regnet, schälen sich auch Geschäftsleute nach Ankunft im Büro aus Gore-Tex-Hosen, und die Gummistiefel werden gegen die im Rucksack mitgebrachten Lederschuhe getauscht. Der Hauptgrund für die fahrradfreundliche Stadt ist die hohe Luxussteuer, mit der Autos in Dänemark belegt werden. Viele Einwohner können sich kein Auto leisten, zum Ausgleich sind Fahrradwege überall perfekt ausgebaut. Die Dänen lieben ihr Fahrrad. Drahtesel heißen bei ihnen Jernheste. Das heißt zu Deutsch: Eisenpferde.
LEBENSWERT
Deutsche Städte sind lebenswert. In einer Studie der Beratungsgesellschaft Mercer Human Resource Consulting schaffte es Düsseldorf unter 215 untersuchten Metropolen auf den Rang fünf, gefolgt von Frankfurt am Main und München. Untersucht wurden drei Dutzend politische, soziale, wirtschaftliche und ökologische Indikatoren und Faktoren. Auch die persönliche Sicherheit, die Gesundheitsversorgung, das Bildungswesen und Verkehrsangebote flossen ein.Auf den letzten Plätzen liegen Brazzaville (Kongo), Khartum (Sudan) und Bagdad.



