OB KOHLEKRAFT, BIODIESEL ODER WINDENERGIE – DER TREND ZU SAUBEREN ENERGIEN KURBELT DIE INVESTITIONEN AN.
Im Spagat zwischen Energiebedarf und ökologischen Konsequenzen setzen Energiewirtschaft und Industrie auf neue Techniken. Bei der Entwicklung zukunftsfähiger Lösungen unterstützt Bilfinger Berger die Unternehmen nicht nur mit Service- und Baudienstleistungen, sondern ist auch an Forschung und Entwicklung beteiligt. Drei Beispiele.
- KOHLEKRAFT
Knapp zwei Milliarden Euro investiert der Energiekonzern RWE in die Energieoptimierung und den Ausbau des Braunkohlekraftwerks Neurath bei Grevenbroich. Zwei neue Kraftwerkseinheiten werden dort mit einer Anlagentechnik ausgestattet, die den Wirkungsgrad auf 43 Prozent – acht Prozent mehr als zuvor – steigert und den CO2-Ausstoß um rund 30 Prozent verringert. Bilfinger Berger Power Services fertigt und montiert ein Hochdruckrohrleitungssystem, das den höheren Prozesstemperaturen und Drücken in der neuen Anlage gewachsen ist. Gleichzeitig untersucht Bilfinger Berger im Rahmen eines Forschungsprojekts die langfristige Belastbarkeit von Werkstoffen angesichts der steigenden Anforderungen. - BIOKRAFT
Als Industriedienstleister ist Bilfinger Berger auch im Bereich Biokraftstoffe aktiv. Diese sind mit heutigen Motoren kompatibel und mit den fossilen Benzin- und Dieselsorten mischbar: Das macht sie besonders interessant. Die Sparte Industrial Services ist am Bau von Biodieselanlagen in Frankfurt und Rostock beteiligt, wo Kraftstoff aus Raps gewonnen wird. Auch in Marl und Halle hat das Unternehmen Komponenten für solche Anlagen geliefert und montiert. Bis 2010 soll Biosprit sechs statt derzeit zwei Prozent am europäischen Treibstoffmarkt ausmachen. Um den wachsenden Bedarf zu decken, werden in vielen Ländern neue Kapazitäten geschaffen und bestehende Produktionsprozesse optimiert. Auch Bilfinger Berger Industrial Services rechnet in diesem Sektor mit wachsender internationaler Nachfrage. - WINDKRAFT
400 Offshore-Windanlagen drehen sich in Nord- und Ostsee – in deutschen Gewässern stehen gerade einmal zwei: ein Testrad vor Emden und eines vor Rostock. Doch bis 2020 will die Bundesregierung den Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung erheblich erhöhen, insbesondere durch den Ausbau der Windenergie. Allein der Stromerzeuger Eon plant für die nächsten fünf Jahre Windparks mit insgesamt 500 Megawatt Leistung vor deutschen Küsten. F+Z Baugesellschaft, ein im Wasserbau auf Gründungen ausgerichtetes Unternehmen der Bilfinger Berger Gruppe, ist an den Voruntersuchungen für verschiedene Windparks beteiligt und erstellt Forschungsplattformen und Windmessmaste in Nord- und Ostsee. Außerdem ist Bilfinger Berger an einer Reihe von Forschungsprojekten beteiligt, die sich mit den Besonderheiten des exponierten Aufstellungsorts auf hoher See beschäftigen. Denn Wind und Wellen beanspruchen die Anlagen, Salzwasser zersetzt die Stahl- und Betonkonstruktionen, Montage und Wartung sind besonders schwierig. Für diese Probleme sollen Lösungen gefunden werden, mit denen sich die Kosten- Nutzen-Effizienz der Offshore-Anlagen steigern lässt.Mit der komplizierten Wartung von Offshore-Bauwerken ist Bilfinger Berger vertraut, denn die Sparte Industrial Services hält in der Nordsee Förderplattformen der Öl- und Gasindustrie instand. Die Anforderungen sind denjenigen ähnlich, die in Zukunft auch bei Offshore-Windparks auftreten werden. (si)

